Es ist ein Pflichttermin, meist zwischen Dezember und März: Das Jahresgespräch. Hier soll das gesamte vorangegangene Jahr überblickt und die Weichen für das nächste Jahr gestellt werden.

Nicht selten verläuft ein Jahresgespräch aber nicht so, wie man es sich vorher vorgestellt hat. Der Vorgesetzte rasselt einen Kriterienkatalog herunter, den Sie erfüllen, oder nicht erfüllen und hakt den Dialog dann ab.

Oder man bekommt den Freiraum zum Reden und es fallen einem keine Worte ein. Alles was Sie sich vorher so schön ausgemalt haben, ist vergessen. Oft spielt auch der Faktor Nervosität eine Rolle, gerade wenn es zum Beispiel auch um Gehaltsverhandlungen geht.

Wir haben ein paar Tipps für Sie, wie Sie Ihre Souveränität auch in wichtigen Gesprächen aufrechterhalten.

Bereiten Sie sich vor

Bevor Sie sich mit Ihrer Körpersprache oder den rhetorischen Ideen für Ihr Jahresgespräch beschäftigen, sollten Sie sich inhaltlich sehr gut vorbereiten. Viele Unternehmen haben vorgefertigte Bögen, an denen man sich über seine Zielerreichung und Entwicklungen klar werden kann. Hilfreich kann es auch sein, seine erreichten Ziele an Zahlen festzumachen. Diese lassen sich vom Gegenüber meist leichter erfassen und Sie können Ihre Leistungen quantifizieren und besser belegen. Natürlich zählt für ein gutes Jahresgespräch eine gute Vorbereitung von beiden Seiten. Das allerwichtigste Ziel bei einem solchen Gespräch sollte sein, dass der Mitarbeiter danach weiß wo er steht aber zugleich mit erhobenem Haupt den Raum verlassen kann.

Opfersignale vermeiden/erkennen

Damit Sie während des Gespräches souverän und selbstsicher wirken, hat unsere Trainerin Ursu Mahler folgende Tipps für Sie:

  • Zeigen Sie (z.B. bei einer Verhandlung) Hochstatusverhalten: Formulieren Sie Ihr Angebot oder Ihren Gehaltswunsch kurz und klar.
  • Halten Sie dabei Blickkontakt zu Ihrem Gegenüber. Wenn Ihnen dies in der Situation schwerfällt, schauen Sie auf die Nasenspitze des Verhandlungspartners. Das sieht aus, als würden Sie direkt in die Augen schauen, ist aber viel leichter durchzuhalten.
  • Auf Reaktionen wie „Da verlangen Sie aber viel!“ oder „Das kommt nicht in Frage!“ sagen Sie: Nichts! Ihre Reaktion sollte maximal aus einem freundlichen Lächeln und der Lautäußerung „Hmm“ bestehen. Machen Sie dann eine Pause und zählen von 3 rückwärts auf Null. Halten Sie dabei weiter den Blickkontakt und Ihren Kopf aufrecht und ruhig.
  • Statt sich irgendwo in Kopf-Nähe anzufassen oder sich zu kratzen, lassen Sie Ihre Hände bewusst bewegungslos am Körper. Jetzt ist die richtige Zeit, die Hände in den Schoß zu legen! Bleiben Sie ganz ruhig! Ihr Verhandlungspartner ist jetzt am Zug.

Umgang mit Feedback

Trotz guter Vorbereitung muss eine Rückmeldung vom Chef natürlich nicht durchweg positiv ausfallen. Niemand ist perfekt, es sollte also auch um Defizite gehen. Nur so kann man sich schließlich weiterentwickeln. Ist die Kritik ungerechtfertigt sollten Sie sich natürlich sachlich dagegen wehren. Fragen Sie aber ruhig vorher nochmal genauer nach, vielleicht haben Sie doch etwas falsch verstanden. Berechtigte Kritik sollten Sie dankbar annehmen und auch gezielt daran arbeiten.

Ursu Mahler hat auch noch ein paar Hinweise für den Ablauf beim Umgang mit Kritikpunkten:

  • Nehmen Sie Feedback an, seien Sie offen dafür,
  • Rechtfertigen Sie sich nicht, begründen Sie nicht,
  • Hören Sie zuerst zu,
  • Danach fragen Sie nach,
  • Dann klären Sie,
  • Seien Sie offen und ehrlich.

Oft ist das positive Ergebnis eines solchen Gespräches dann nämlich: „Gut, dass wir darüber geredet haben!“. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Jahresgespräch!

Weitere Tipps zum Thema Jahresgespräche finden Sie hier: Tipps für Jahresgespräche für Sekretärinnen und Assistentinnen
 

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