GrußformelAuch wenn wir immer weniger handgeschriebene Texte verfassen und reale Briefe aus der Mode gekommen scheinen, verlieren die Wörter und Sätze an sich dennoch nicht an Bedeutung. In Gegenwart von Zeitknappheit, E-Mail-Verkehr, kurzen Textnachrichten und Chat-Applikationen gewinnen die Texte an sich vielleicht sogar noch an Wichtigkeit, da wir in viel kürzerer Fassung genau die gleichen Informationen überbringen wollen.

Die Texte sollen nach wie vor ein bestimmtes Ziel verfolgen. Wichtig ist vor allem, dass der Leser den Sinn und Zweck versteht.Gerade im Bereich Assistenz werden tagtäglich viele Textdokumente verfasst. Geschäftseinladungen, Korrespondenzen mit wichtigen Partnern, Kundenanschreiben, die Liste ist lang. Und dazu sollen die Texte noch ausgefallen, besonders und natürlich korrekt sein.

Richtige Botschaften vermitteln

Unsere Referentin Sibylle May weiß: Wir neigen dazu, alles auf einmal an Informationen an den anderen rüberzubringen, ohne darüber nachzudenken, ob er unseren Worten folgen kann. Wichtig aber ist, dass der Empfänger versteht, was wir von ihm wollen. Daher sollte man die folgenden Punkte vorher beachten:

  • Inhaltsziele (was soll der Empfänger von der Sache erfahren)
  • Wirkungsziele (welche Empfindungen wollen wir beim Leser wecken, wollen wir Emotionen ansprechen oder verändern)
  • Angaben zur Zielgruppe (besondere Merkmale)
  • Menge (wie lang soll der Text werden)
  • Fachlicher Anspruch (an Experten gerichtet oder für Laien verständlich)
  • die Sprachschichtebene (Umgangssprache, Standardsprache, literarische Sprache)

Wertschätzung und Kundenorientierung  in der Grußformel

Neben dem Inhalt eines Textes spielt auch die Grußformel am Ende eine Rolle. Machen Sie sich bewusst, dass die Grußformel am Ende eines Briefes der letzte Eindruck ist, den Sie beim Empfänger hinterlassen. Sie können damit Wertschätzung und Kundenorientierung ausdrücken. Ein ordentlicher Gruß kann außerdem dazu beitragen, dass der Inhalt Ihres Schreibens besser in Erinnerung bleibt. „Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen“, ist sicherlich nicht falsch und kann auch nach wie vor verwendet werden. Doch moderne Grußformeln in Geschäftsbriefen sehen inzwischen meist anders aus. Natürlich kommt es dabei auch auf das Umfeld an, in dem man arbeitet, oder an welches man sich mit seinem Schreiben wendet. In konservativen Branchen wird standardmäßig der Schlusssatz „Mit freundlichen Grüßen“ verwendet. Kennt man den Adressaten nicht besonders gut, sollte man es dabei belassen. In weniger konservativen Branchen oder wenn man dem Empfänger näher steht, kann man schon etwas flexibler und damit vielleicht auch etwas persönlicher sein.

Alternative Grüße

Zulässige Variationen für die Schlussformel im Schreiben können auch sein:

  • Freundliche Grüße: kurz und moderner als der Klassiker
  • Mit besten Grüßen: nach wie vor förmlich, aber eine Alternative
  • Viele Grüße: knapp, einfach, etwas formloser
  • Beste Grüße: die saloppere Variante, für besser Bekannte
  • Herzliche Grüße/ Herzlichst: wenn es persönlicher sein darf
  • Liebe Grüße: bei guten Bekannten oder eigenen Kollegen

Wenn es originell sein soll, ginge auch folgendes:

  • Gruß mit Ort: Viele Grüße nach...
  • Sonnige Grüße: wenn es zum Wetter passt, immer positiv
  • Gruß mit Stimmungsangabe: Gut gelaunte Grüße (bitte keine schlecht gelaunten)
  • Mit Dank im Voraus
  • Mit besten Grüßen von Ihrem... (Art der Dienstleistung)
  • Es grüßt
  • Eine erfolgreiche Restwoche wünscht
  • Einen angenehmen Start in die Woche/ins Wochenende
  • Cheers
  • Servus

Falls Sie es nicht wissen sollten: Für die Grußformel können die Vorgaben von DIN 5008 und DIN 676 angewandt werden. Vor der Grußformel ist eine Leerzeile Abstand üblich. Im Deutschen wird kein Komma hinter die Grußformel gesetzt. Seien Sie bei der Grußformel ruhig kreativer als bei der Anrede.

Und wie beenden Sie Ihre Texte?

Gut gelaunte Grüße von Ihrem smi-Team
 

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