Es ist Freitagabend, 18.30 Uhr und ich habe mich entschieden endlich wieder Sport zu machen – leider bin ich vor einem Monat umgeknickt, daher hieß es für mich in den letzten Wochen: Roller anstatt Fahrrad.
 
Bei mir in Bonn hat die Stadt ein tolles Konzept ins Leben gerufen: „Sport im Park“, d.h. 50 Menschen sporteln unter freiem Himmel in den Feierabend – ich weiß, ich weiß, für manche ist die Vorstellung schon komisch – ich finde es klasse! So auch heute, die Luft ist angenehm warm von den Sonnenstrahlen des Tages und ein leichtes Lüftchen weht: perfekte Bedingungen also! Das haben sich auch ganz viele andere gedacht, denn heute sind gefühlt 500 Menschen dort. Die Trainerin ruft uns alle zusammen und hat ganz schön Not uns alle mit ihrer Stimme zu erreichen. Wir starten, sie feuert uns an, motiviert uns, wir schwitzen und holen das letzte aus uns raus. Yeah! Leider überschlägt sich ihre Stimme immer wieder, da sie so brüllen muss – so tun neben meinen Muskeln auch meine Ohren ein bisschen weh. Das ist überhaupt nicht schlimm, denn hey, der Park ist wirklich groß und sie muss echt schreien, doch es erinnert mich daran, dass uns Frauen das auch abseits des Sportplatzes öfter passiert. Wir neigen dazu am Ende des Satzes mit unserer Stimme nach oben zu gehen und so kommen da manchmal ganz schön piepsige Sachen bei raus. „Ich brauche die Unterlagen bis morgen.“ Sprechen Sie jetzt mal diesen Satz nach und gehen mit Ihrer Stimme am Ende des Satzes nach oben. Gegenprobe: Sagen Sie nun den Satz nochmal und führen Ihr Kinn am Ende des Satzes bewusst nach unten. Wie verändert sich Ihre Stimme?
 
Unsere Sprache ist der hörbare Teil unserer Körpersprache und über unsere Körperhaltung können wir unsere Sprache modulieren. Bedeutet: Kinn nach unten = Stimme tief = Souverän // Kinn nach oben = Stimme hoch = „Quietscheentchen“.
 
Die Sache mit dem Kopf ist auch unter einem anderen Gesichtspunkt interessant: ein zur Seite geneigter Kopf wirkt sympathisch, lieb und nett und eignet sich hervorragend zum Flirten. Wenn wir Kompetenz ausdrücken wollen, dann ist ein gerader Kopf angesagt. Wir vermitteln dadurch Klarheit und Gradlinigkeit. Absolut wichtig, wenn wir „Alfa Männern“ auf Augenhöhe begegnen wollen.
Gar nicht so leicht, davon kann man schon mal echt Muskelkater bekommen, da wir es nicht gewohnt sind. Apropos Muskelkater: Ich hatte einen echt intensiven Kater am nächsten Tag – aber das Gefühl meine Körper wieder bewegt zu haben: großartig!
 
Herzliche Grüße Ihre
Melanie Künzl
Expertin für Kommunikation und Körpersprache
www.die-glanzwerkstatt.de

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