von Carola Nahnsen, Expertin für Image- und Outfitberatung

Welche Frau kennt das nicht. Sie stehen hilflos vor Ihrem gut gefüllten Kleiderschrank und haben nichts anzuziehen? Viele Kundinnen von mir schildern genau diese Situation. Heute möchte ich Ihnen ein paar Tipps und Anregungen geben, damit wieder frischer Wind in Ihre Business-Garderobe kommt, ohne das Sie direkt ein Monatsgehalt für den nächsten Shoppingtrip zur Seite legen müssen. Denn eines ist sicher, die meisten Frauen haben mehr als genug Kleidung im Schrank. Die Frage ist allerdings, wie viel Prozent ziehen Sie davon an? Meine Erfahrung zeigt, dass meistens nur gut ein Viertel der Kleidung regelmäßig getragen wird. Ist dies bei Ihnen auch so?

Es hilft auf jeden Fall den Schrank durchzusehen und sich ernsthaft zu fragen, welche Dinge Sie wirklich tragen und zwar gerne. Das sind Ihre Schätze. Mit jedem dieser Lieblingsstücke können Sie mit Sicherheit 2-4 neue Kombinationen aus Ihren Schrank zaubern.

Nun heißt  dieser Artikel ja „Karriere beginnt vor dem Kleiderschrank“ und genau deswegen möchte ich Sie kurz in das Thema „Image“ entführen. Jedes Details, das wir tragen hat ein Image – eine Aussage. „Wir können nicht nicht wirken“, sagte bereits Paul Watzlawik und er hat natürlich Recht. Wann suchen Sie sich Ihr Outfit heraus? Morgens oder abends? Ich persönlich mache dies immer am Vorabend, da ich mir dann in Ruhe Gedanken zu den Terminen am nächsten Tag machen kann. Ich überlege mir, wie ich wirken möchte und suche danach meine Kleidung heraus. Oft fällt mir dann spontan ein Kleidungsstück oder Accessories ein. Das können tolle Pumps, eine schimmernde Kette oder ein schlichtes Seidenoberteil sein. Sobald mir eine Sache ins Auge gefallen ist, kreiiere ich darum das gesamte Outfit. Es kommt natürlich darauf an, in welchem Bereich Sie tätig sind. In einer Bank gibt es weit aus mehr Vorgaben, als in einer Marketingagentur. Sollten Sie in einem eher konservativen Umfeld arbeiten, legen Sie sich eine wertige – weniger ist mehr – Basisgarderobe zu.  Das kann zum Beispiel ein Hosenanzug in schwarz, blau oder grau sein. Damit gehen Sie auf Nummer sicher.

Allerdings kommt von meinen Kundinnen, die diese Herausforderung kennen, oft der Wunsch diese Outfits individueller und etwas weiblicher zu gestalten. Dafür ist der Hosenanzug ein gutes Beispiel. Ersetzen Sie die Hose einfach mit einem Rock und schon haben Sie ein Detail, welches Ihre Beine dezent betont. Der Rock sollte entweder kurz über dem Knie enden (max. eine handbreit) oder dieses bedecken. Am besten ziehen Sie den Rock an und setzen sich auf einen Stuhl, somit können Sie sehen, wie weit er hochrutscht, somit haben Sie ein gutes Gefüh und sind sicher, dass die Länge für Sie passend ist. Kleinere Frauen (bis ca. 1,62 m) empfehle ich eher die kürzere Variante. Größere Frauen steht auch oft ein Rock, der bis zur Mitte der Wade oder kurz vor dieser endet.

Eine tolle Alternative zur Hose oder dem Rock ist ein gut sitzendes Kleid, wenn Sie ein hochwertiges Stück wählen, werden Sie sehr lange Freude daran haben. Am besten auch in einem Uniton, da sich einfach mehr Kombinationsmöglichkeiten anbieten. Jetzt kommen wir nämlich zum wichtigsten Tipp „Ihre Accessories“ sind Ihre Verbündeten. Ich sage immer, im nächsten Leben habe ich ein Geschäft für Schmuck, Taschen und Schuhe. Warum? Weil ich jedes Outfit  mit einer Kette, einem tollen Schuh oder einer ausgefallenen Tasche in Szene setzen kann. Nachdem Sie ja bereits alle Lieblingskleidungsstücke herausgelegt haben, können Sie sich nun ihren vorhandenen Accessories widmen. Hierbei empfehle ich Ihnen, gerade bei den Ketten und Ohrringen, alle Dinge gut sichtbar auf einem Tisch oder einer Ablage zu drapieren. So, als wenn Sie in eine kleine Boutique kommen. Jetzt haben Sie einen guten Überblick und können viele neue Outfits-Kombinationnen finden, die sie dekorativ auf einem Stuhl oder einem anderen schönen Platz in Ihrer Wohung legen.

Danach machen Sie ein Foto. Viele meiner Kundinnen drucken sich die Bilder aus und kleben sie z.B. mit „Washi-Tape“ an die Innenseite ihres Schranks. Somit haben Sie immer direkt im Blick, wie viel Potential Ihr Schrank bietet.

Zudem ist Ihnen bestimmt auch aufgefallen, was Ihnen noch in Ihrer Garderobe fehlt! Ich nenne das „Shoppen auf Rezept“. Sollten Sie Unterstützung brauchen, kommen Sie zum Hamburger Assistentinnen Kongress und stellen mir bei unserem Einzelcoaching Ihre Fragen.

Ich freue mich auf Sie. Stylische Grüße,

Ihre Carola Nahnsen

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