Seit der Corona Pandemie schicken immer mehr Firmen Ihre Mitarbeiter ins Homeoffice, um den Betrieb weiterhin aufrechtzuerhalten und gleichzeitig das Infektionsrisiko so gering wie nur möglich zu halten. Laut einer Umfrage von Bitkom arbeitet seit Mitte März knapp jeder fünfte zum ersten Mal aus dem Homeoffice. In der Praxis stehen daher viele vor der Herausforderung die eigenen vier Wände Bürotauglich zu machen. Da wir unseren Arbeitsplatz selbst einrichten können, bietet es auf der einen Seite immense Flexibilität, bei gutem Wetter wird beispielsweise im Garten oder der Terrasse gearbeitet. Doch so schön diese Flexibilität auch ist, ist es bei einer sitzenden Tätigkeit weiterhin enorm wichtig, auf eine gesunde Körperhaltung zu achten. Ergonomie ist hierbei das Stichwort und ganz sicher vernachlässigst Du diese mehr als noch zu der Zeit, als noch im Büro gearbeitet wurde.

Doch was ist Ergonomie genau?
Grundsätzlich stellt die Ergonomie die gesundheitlichen Bedürfnisse des Menschen in den Mittelpunkt. Im Bezug auf den Arbeitsplatz wird hier verlangt, dass ein ergonomisches Setting sich am Menschen orientiert und sich individuell anpassen lässt. Die unten aufgeführten goldenen Regeln helfen dir dies bestmöglich umzusetzen.

Schaffe eine flexible Arbeitsumgebung
Deine Arbeitshaltung sowie deine Arbeitsbewegungen müssen problemlos gewechselt werden können. Achte daher darauf, dass dein Arbeitsplatz genügend Platz hierfür bietet. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) empfiehlt für Büroarbeiten einen Schreibtisch mit den Mindestmaßen von 160 cm x 80 cm. Auch im Garten oder auf der Terrasse sollten wir somit darauf achten, dass wir genügen Ablagefläche und Bewegungsfreiheit haben.

Schaffe eine perfekte Haltung
Deine Tastatur sowie deine Maus sollten sich auf einer Ebene mit dem Ellenbogen sowie den Handflächen befinden. Zusätzlich sollten zwischen deinem Ober- und Unterarm sowie deinem Ober- und Unterschenkel 90 Grad liegen. Dein Schreibtischstuhl sollte außerdem eine ergonomische Gestaltung aufweisen, stand- und kippsicher sein und auf Wunsch durch eine Fußstütze ergänzt werden. Achte darauf, dass dein Nacken gerade gestreckt ist, deine Schultern nach hinten gerollt und dein Becken nach vorne gekippt ist.

Schaffe eine gute Sicht
Die Beleuchtung deines Arbeitsplatzes sollte auf dein individuelles Sehvermögen angepasst sein, um dies zu gewährleisten sollte der Raum bestenfalls Tageslicht aufweisen. Ansonsten ist warmes Licht für deine Augen am besten geeignet, da sonst die Augen sehr schnell ermüden. Zu deinem Monitor sollten zusätzlich mindestens 50 cm Sichtabstand eingehalten werden. Bestenfalls sollte deine erste Bildschirmzeile etwas unterhalb der waagerechten Sehachse liegen, falls dein Arbeitsplatz dies nicht ermöglicht, stelle falls möglich, ein paar Bücher unter deinen Computer, um dies zu erzielen. Wende außerdem die „parallel Regel“ an, welche besagt, dass dein Bildschirm parallel zum Fenster stehen sollte um störenden Blendwirkungen, Spiegelungen oder Reflexionen im Umfeld deines Arbeitsplatzes zu vermeiden.

Das Arbeiten aus dem Homeoffice wird sich bei einigen wohl noch bis hinziehen. Bei Einhaltung dieser Tipps schaffst du aber eine optimale Ergonomie am Arbeitsplatz und tust deinen Muskeln sowie deiner Wirbelsäule etwas Gutes. Gleichzeitig beugst du Verspannungen und Rückenschmerzen sowie auch weitere gesundheitliche Probleme vor.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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